# Subnetzrechner

Gib ein IPv4- oder IPv6-Netz in CIDR-Notation ein, oder eine IPv4-Adresse mit Subnetzmaske in Punktschreibweise, und sieh dir Grenzen, Größe, Masken, Adresstyp und Reverse-DNS-Zone an. Du kannst das Netz auch in gleich große Subnetze aufteilen oder prüfen, ob eine andere Adresse darin liegt.

## Kurz gesagt

Ein IPv4-Netz mit der Präfixlänge n umfasst 2^(32−n) Adressen; in einem normalen LAN belegen Netz- und Broadcast-Adresse zwei davon, daher hat ein /24 256 Adressen und 254 nutzbare Hosts. Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit /31 nutzen beide Adressen (RFC 3021), ein /32 ist ein einzelner Host, und IPv6-Subnetze für Hosts sind normalerweise /64 groß (RFC 4291).

### So wird es ermittelt

Adresse und Präfix werden in eine 32-Bit-Zahl (IPv4) oder 128-Bit-Zahl (IPv6) umgerechnet. Netzadresse = Adresse AND Maske; Broadcast = Netzadresse OR Wildcard, wobei die Wildcard die invertierte Maske ist. Nutzbare Hosts = Gesamtzahl − 2 bis /30, 2 bei /31 und 1 bei /32. Beim Aufteilen wandert das Präfix nach rechts: Ein /22, aufgeteilt in /24-Netze, ergibt 2^(24−22) = 4 Subnetze.

### Beispiel

| 192.168.10.37/22 | Ergebnis |
| --- | --- |
| Netz | 192.168.8.0/22 |
| Subnetzmaske / Wildcard | 255.255.252.0 / 0.0.3.255 |
| Broadcast | 192.168.11.255 |
| Hostbereich | 192.168.8.1 bis 192.168.11.254 |
| Adressen / nutzbare Hosts | 1.024 / 1.022 |
| Typ | Privat (RFC 1918) |

### Grenzen

- Manche Netze reservieren mehr als das Paar aus Netz- und Broadcast-Adresse, etwa eine Gateway-Adresse oder, in Cloud-Subnetzen, mehrere Adressen, die der Anbieter für sich behält.
- IPv6 hat keine Broadcast-Adresse, daher zählt hier jede Adresse eines IPv6-Präfixes als nutzbar.
- Präfixe, die nicht auf einer Oktettgrenze enden, brauchen eine klassenlose Reverse-DNS-Delegation (RFC 2317).

### Quellen

- [RFC 4632: Classless Inter-domain Routing (CIDR)](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc4632): Präfixschreibweise und Masken.
- [RFC 3021: Using 31-Bit Prefixes on IPv4 Point-to-Point Links](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc3021): /31-Verbindungen.
- [RFC 4291: IP Version 6 Addressing Architecture](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc4291): 64 Bit lange Interface-IDs.
- [RFC 1918: Address Allocation for Private Internets](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc1918): die privaten Adressbereiche.
- [RFC 2317: Classless IN-ADDR.ARPA delegation](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc2317): Reverse-DNS für Präfixe, die nicht auf einer Oktettgrenze enden.

## Was der Rechner macht

Ein IP-Netz wird als Adresse plus Präfixlänge geschrieben. Die Präfixlänge gibt an, wie viele führende Bits für das Netz feststehen; die Bits danach nummerieren die einzelnen Hosts. Dieser Rechner leitet aus diesem Paar alles Weitere ab, ohne dass du binär von Hand rechnen musst. Die gesamte Rechnung läuft in deinem Browser.

Für ein **IPv4**-Netz zeigt er Netz- und Broadcast-Adresse, den ersten und letzten nutzbaren Host, die Gesamtzahl der Adressen und die Zahl nutzbarer Hosts, die Subnetzmaske und ihre Wildcard-Maske (die invertierte Maske), die Präfixlänge sowie eine binäre Ansicht, in der Adresse und Maske Bit für Bit untereinanderstehen. Er ordnet den Adresstyp ein – privat (RFC 1918), Carrier-Grade-NAT (100.64.0.0/10), Loopback, Link-Local, Dokumentation, Multicast oder öffentlich – und nennt die in-addr.arpa-Zone für Reverse-DNS.

Für ein **IPv6**-Netz zeigt er das Netzpräfix, die erste und letzte Adresse des Bereichs, die Gesamtzahl als exakte Zahl und als Zweierpotenz, die komprimierte und die vollständig ausgeschriebene Form, den Adresstyp (Global Unicast, Unique Local fc00::/7, Link-Local fe80::/10, Dokumentation 2001:db8::/32, Multicast oder Loopback) und die Reverse-Zone unter ip6.arpa.

## So rechnest du

1. Gib ein Netz in das Eingabefeld ein. Nutze für beide Adressfamilien die CIDR-Notation, etwa `192.168.10.37/22` oder `2001:db8:abcd::/48`, oder eine IPv4-Adresse, gefolgt von einem Leerzeichen und einer Subnetzmaske in Punktschreibweise, etwa `10.1.2.3 255.255.255.0`.
2. Lies die Ergebnisse ab. Für `192.168.10.37/22` bekommst du das Netz 192.168.8.0, Broadcast 192.168.11.255, nutzbare Hosts von 192.168.8.1 bis 192.168.11.254, 1.024 Adressen, davon 1.022 nutzbar, Subnetzmaske 255.255.252.0 und Wildcard 0.0.3.255.
3. Um das Netz aufzuteilen, wähle ein längeres Präfix. Dasselbe /22 ergibt aufgeteilt in /24 vier Subnetze, in /26 sechzehn. Jedes wird mit seinem Bereich aufgelistet, bis zu 256 Subnetze.
4. Um zu prüfen, ob eine Adresse dazugehört, gib sie unter „Liegt eine Adresse in diesem Netz?“ ein. Du siehst dann, ob sie im Netz darüber liegt.

Die Host-Bits müssen nicht null sein: Füge eine Interface-Adresse direkt aus einer Konfigurationsdatei ein, und der Rechner findet ihr Netz. Die Schreibweise mit Subnetzmaske gibt es nur für IPv4; IPv6 nimmt immer eine Präfixlänge.

Zwei IPv4-Größen folgen eigenen Regeln. Ein /31 hat zwei Adressen, und nach RFC 3021 zählen auf einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung beide als nutzbar. Ein /32 ist ein einzelner Host.

## Anwendungsfälle

- **Eine Firewall-Regel prüfen.** Ein Dienstleister bittet dich, 172.16.40.0/21 freizugeben. Gib das Netz ein und teste 172.16.47.200 im Prüffeld darunter; das /21 reicht von 172.16.40.0 bis 172.16.47.255, die Adresse ist also abgedeckt.
- **Ein Homelab aufteilen.** Teile 192.168.50.0/24 in vier /26-Netze mit je 62 nutzbaren Hosts auf – je eines für Server, virtuelle Maschinen, IoT-Geräte und Gäste.
- **Ein Cloud-Subnetz dimensionieren.** AWS reserviert in jedem Subnetz fünf Adressen, die ersten vier und die letzte; ein /24 lässt dort also 251 statt 254 Adressen für Instanzen übrig. Auch andere Cloud-Anbieter behalten pro Subnetz ein paar Adressen ein.
- **Router-ACLs schreiben.** Access-Lists von Cisco und network-Anweisungen in OSPF erwarten eine Wildcard-Maske statt einer Subnetzmaske. Der Rechner liefert dir für ein /20 die 0.0.15.255, ganz ohne Kopfrechnen.
- **Eine IPv6-Delegation verstehen.** Dein Internetanbieter delegiert ein /56 an deinen Router. Teile es in /64 auf, und du bekommst die 256 Subnetze in LAN-Größe, die du vergeben kannst, eines pro VLAN.
- **Carrier-Grade-NAT erkennen.** Meldet dein Router eine WAN-Adresse wie 100.72.14.9, kennzeichnet der Rechner sie als Carrier-Grade-NAT. Dein Anbieter übersetzt deinen Verkehr weiter oben noch einmal, und deshalb scheitern eingehende Portweiterleitungen in der Regel.

## CIDR und Subnetzmasken lesen

Eine IPv4-Adresse hat 32 Bit, und die Zahl nach dem Schrägstrich gibt an, wie viele davon zum Netz gehören. Ein `/24` lässt 8 Host-Bits übrig, und 2^8 = 256 Adressen. Jeder Schritt kürzer verdoppelt den Block (ein /23 umfasst 512, ein /22 1.024), jeder Schritt länger halbiert ihn (ein /25 umfasst 128, ein /30 4). In normalen IPv4-Subnetzen bezeichnet der Host-Wert aus lauter Nullen das Netz und der aus lauter Einsen den Broadcast – deshalb bietet ein /24 254 nutzbare Hosts und ein /30 nur 2.

Eine Subnetzmaske in Punktschreibweise trägt dieselbe Information wie eine Folge von Einsen, auf die Nullen folgen. Um sie in ein Präfix umzurechnen, zählst du die Einsen Oktett für Oktett: Jedes 255 zählt 8, und ein angebrochenes Oktett entspricht 128 = 1, 192 = 2, 224 = 3, 240 = 4, 248 = 5, 252 = 6, 254 = 7.

```
Netzmaske 255.255.240.0
binär     11111111.11111111.11110000.00000000
Einsen    8 + 8 + 4 + 0 = 20   ->  /20
Wildcard  0.0.15.255   (255 minus jedes Oktett)
Größe     2^(32-20) = 4.096 Adressen, 4.094 nutzbar
```

Also ist `10.1.2.3 255.255.240.0` dieselbe Eingabe wie `10.1.2.3/20` und landet im Netz 10.1.0.0 bis 10.1.15.255.

## Subnetze dimensionieren und ausrichten

Bemiss jedes Segment nach der erwarteten Zahl der Geräte und runde dann mit etwas Luft nach oben auf eine Zweierpotenz auf. Ein kleines Büro könnte jedem Mitarbeiter-VLAN ein /24 geben, dem Gäste-WLAN ein /23, dem Management-Netz ein /27 mit 30 Hosts und jeder Router-zu-Router-Verbindung ein /31. Vergib die größten Blöcke zuerst, jeden an seiner eigenen Größe ausgerichtet; dann passen die kleineren ohne Überschneidung in die Lücken.

Die Ausrichtung entscheidet auch darüber, ob sich Routen zusammenfassen lassen. Die vier /24-Netze von 10.20.4.0 bis 10.20.7.0 lassen sich zu einer einzigen Route zusammenfassen, 10.20.4.0/22, weil 4 ein Vielfaches von 4 ist. Die vier /24-Netze von 10.20.2.0 bis 10.20.5.0 umfassen gleich viel Adressraum, brauchen aber zwei Routen: 10.20.2.0/23 und 10.20.4.0/23.

In IPv6 sollte ein LAN-Segment ein `/64` sein, weil die zustandslose Adresskonfiguration eine 64 Bit lange Interface-ID erwartet. Eine Broadcast-Adresse gibt es nicht, denn Verkehr an viele Empfänger läuft über Multicast; deshalb gibt der Rechner die Größe eines IPv6-Netzes als einfache Gesamtzahl an. Reverse-Zonen folgen den Label-Grenzen: Labels unter in-addr.arpa sind ganze Oktette, ein /22 umfasst also vier /24-Zonen, während Labels unter ip6.arpa einzelne Hex-Ziffern sind – aus 2001:db8:abcd::/48 wird so d.c.b.a.8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa.

## Häufige Fragen

**Warum hat ein /24-Netz nur 254 nutzbare Hosts und nicht 256?**

Ein /24 lässt 8 Host-Bits übrig, das ergibt 256 Adressen. In einem normalen IPv4-Subnetz bezeichnet die Adresse, bei der alle Host-Bits null sind, das Netz selbst, und die Adresse, bei der alle Host-Bits eins sind, ist die Broadcast-Adresse; keine der beiden wird einem Gerät zugewiesen. Bleiben 254. Derselbe Abzug von zwei Adressen gilt für jedes IPv4-Präfix bis /30.

**Ist ein /31 überhaupt ein gültiges Subnetz?**

Ja, auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. RFC 3021 erlaubt, dass Hosts beide Adressen eines /31 nutzen, weil eine Verbindung mit genau zwei Enden weder eine Netz- noch eine Broadcast-Adresse braucht. Gegenüber einem /30, bei dem zwei der vier Adressen für Verwaltung draufgehen, spart das die Hälfte des Adressraums. Der Rechner folgt dieser Regel und meldet für ein /31 zwei nutzbare Hosts.

**Warum zeigt der Rechner bei IPv6 keine Zahl nutzbarer Hosts an?**

IPv6 hat keine Broadcast-Adresse, es gibt also keine oberste Adresse, die man abziehen müsste, und die Bereiche sind so groß, dass ein oder zwei Adressen weniger praktisch nichts ändern würden. Der Rechner zeigt stattdessen die Gesamtzahl der Adressen, als exakte Zahl und als Zweierpotenz. Ein /64 zum Beispiel umfasst 2^64, also 18.446.744.073.709.551.616 Adressen.

**Darf ich im IPv6-LAN ein längeres Präfix als /64 nehmen?**

Einrichten lässt es sich, aber die zustandslose Adresskonfiguration (SLAAC) erwartet eine 64 Bit lange Interface-ID; Hosts, die darauf angewiesen sind, bilden in so einem Segment keine Adressen. Nimm für jedes Netz mit normalen Clients ein /64. Längere Präfixe sind auf Router-zu-Router-Verbindungen sinnvoll, für die RFC 6164 /127 empfiehlt, und für Loopback-Adressen, die üblicherweise ein /128 bekommen.

**Was ist eine Wildcard-Maske?**

Die Subnetzmaske mit umgedrehten Bits: Aus 255.255.255.0 wird 0.0.0.255. In der Wildcard-Form bedeutet ein Null-Bit, dass die Adresse übereinstimmen muss, und ein Eins-Bit, dass sie abweichen darf. Access-Lists in Cisco IOS und network-Anweisungen in OSPF verwenden sie. Du erhältst sie, indem du jedes Oktett der Subnetzmaske von 255 abziehst; der Rechner zeigt sie direkt neben der Subnetzmaske an.

**Mein Router zeigt eine WAN-Adresse zwischen 100.64.0.0 und 100.127.255.255 – was heißt das?**

Das ist der Bereich 100.64.0.0/10, den RFC 6598 für Carrier-Grade-NAT reserviert. Dein Anbieter hat deinem Router eine geteilte interne Adresse gegeben und übersetzt deinen Verkehr weiter oben im Netz auf eine öffentliche Adresse. Ausgehende Verbindungen funktionieren normal, aber unaufgeforderte eingehende – etwa über eine Portweiterleitung zu einem Spieleserver oder einer Kamera – erreichen dich in der Regel nicht, solange dir der Anbieter keine öffentliche Adresse zuteilt.

**Wo wird eigentlich gerechnet?**

Komplett in deinem Browser. Jedes Ergebnis auf der Seite, von der Broadcast-Adresse über die ip6.arpa-Zone bis zur Liste der aufgeteilten Subnetze, berechnet die Seite selbst lokal; der Rechner ist also nicht auf einen Server angewiesen, der antwortet. Unabhängig davon protokolliert iseeu.cc weder IP-Adressen noch Abfragen, führt keine Besucherdatenbank, setzt keine Cookies und zeigt keine Werbung.

Die Berechnungen folgen den üblichen CIDR-Regeln. Cloud-Anbieter, Internetanbieter und manche Betriebssysteme reservieren zusätzliche Adressen innerhalb eines Subnetzes; prüfe deren Dokumentation, bevor du dich auf eine exakte Zahl von Hosts verlässt.

## Passende Tools

- [Wie ist meine IP?](https://iseeu.cc/de/): Deine IP-Adresse, Standort, Netzwerk, Header, TLS und Leak-Tests auf einer Seite.
- [MAC-Adresse nachschlagen](https://iseeu.cc/de/mac-adresse-hersteller/): Finde die im IEEE-Register eingetragene Organisation zu einer MAC-Adresse.
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Zuletzt aktualisiert: 2026-10-11

Originalseite: https://iseeu.cc/de/subnetzrechner/
